24. bis 26. Januar 2020 (Mannheim)

2020-01-24 - 2020-01-26

18. Mannheimer Filmseminar
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie

JEAN-LUC GODARD

Er war nicht nur der intellektuelle Führer der französischen Nouvelle Vague der späten 1950er und 60er Jahre. Er war – und ist noch immer – ein Erneuerer des Kinos, ein Nachdenker und Vorführer dessen, was Kino und Film ist, kann und sein soll. Sein Werk umfasst viele ganz unterschiedliche Schaffensperioden: Dawar zunächst der Filmkritiker Godard bis ca. 1959, sodann der Autorenfilmer der Nouvelle Vague, der bis etwa 1965 die Form des Erzählens im Spielfilm veränderte. Des narrativen Kinos überdrüssig, gründete er die Polit-Agitprop-Gruppe »Dziga Vertov« und dokumentierte politisch agitierend über eine Zeit von fast 14 Jahren den Aufbruch der Jugend ebenso wie die Befreiungskämpfe der Dritten Welt. Zu Beginn der 1980er Jahre meldete sich Godard, nachdem er zwischenzeitlich nur mit Video gearbeitet hatte, überraschend mit bildgewaltigen Filmen auf der Kinoleinwand zurück, wobei er wieder einmal und doch wieder anders überdas Kino reflektierte: Nun wurde für ihn gleichberechtigt zum Bild der Ton bedeutend, und die Bilderfolge wurde wie die Tonspur zur Spielwiese des weiteren Experimentierens und Reflektierens über Film und Kino. Seit ca. 20 Jahren gestaltet er sein »Spätwerk« fast nur noch am Schneidetisch mit der Verarbeitung und Neu-Zusammenstellung vorhandenen Materials in Verbindung mit essayistischen Texten. Das Programm des 18. Mannheimer Filmseminars erstreckt sich über verschiedene Perioden in Godards Œuvre: Neben klassischen Werken geben auch selten gezeigte Filme Anstöße für drei intensive Seh- und Diskussionstage.

Termin:
24. bis 26. Januar 2020

Veranstaltungsort:
Cinema Quadrat
K1, 2
68159 Mannheim

Weitere Informationen:
www.cinema-quadrat.de
offizieller Flyer

Lektüreempfehlungen:

Alfred HitchcockGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
Alfred Hitchcock
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 1
EUR 14,90

Kaum ein anderer Regisseur verstand es so mit den Ängsten seiner ZuschauerInnen zu spielen wie Alfred Hitchcock. Er drehte mit den besten SchauspielerInnen, etablierte Begriffe wie »Suspense« und »MacGuffin« und perfektionierte die subjektive Kameraführung. Auch wenn Hitchcock trotz zahlreicher Oscar-Nominierungen nie eine Trophäe gewann, gilt der Meister der Suspense als einer der einflussreichsten und künstlerisch bedeutendsten Filmregisseure. 1979 zeichnete ihn das American Film Institute schließlich mit dem AFI Life Achievement Award aus. [ mehr ]

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Roman PolanskiPeter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
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Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 2
EUR 19,90

Der französisch-polnische Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Roman Polanski gilt als Meister der Inszenierung des Klaustrophobischen und der seelischen Erosion. Dass menschliche Urängste, Wahn und Verzweiflung sich als Motive durch sein filmisches Schaffen ziehen, scheint angesichts seiner jüdischen Wurzeln und der daraus resultierenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten nur logisch. Polanski selbst stellt allerdings nur seinen Oscar-prämierten Film Der Pianist (2002) als explizit autobiografisch heraus, in den er seine Kindheitserinnerungen einfließen ließ. [ mehr ]

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Pier Paolo PasoliniGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
Pier Paolo Pasolini
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 8
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Nachdem Pasolini in den fünfziger Jahren als Drehbuchautor in die Filmszene einstieg, waren seine ersten Regiearbeiten wie Accattone oder Das erste Evangelium – Matthäus noch stark vom Neorealismus beeinflusst. Bewusst inszenierte er seine Figuren als changierend zwischen Profanität und Transzendentalität. Ende der Sechziger wandelte sich Pasolinis Werk und er wandte sich großen Legenden und Mythen zu, etwa Ödipus (Edipo Re – Bett der Gewalt) oder Medea. [ mehr ]

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Darren AronofskyPeter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
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Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 9
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Das Werk des Filmregisseurs und Drehbuchautors Darren Aronofsky reicht vom Low-Budget-Projekt Pi über den grafisch opulenten Film The Fountain bis zum Arthouse-Publikumserfolg Black Swan. Trotz der unterschiedlichen Zugänge findet sich immer das einheitliche Motiv der »Ich-Suche« des Individuums. [ mehr ]

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David CronenbergGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
David Cronenberg
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 10
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Mit Werken wie Parasiten-Mörder (1975) wurde David Cronenberg zum Mitbegründer des »Body-Horror«-Genres. In seinen späteren Filmen stellt er das Thema der Gewalt in einen soziokulturellen Zusammenhang (A History of Violence, 2005) und beschäftigt sich verstärkt mit den psychologischen Konflikten seiner Figuren (Spider, 2002). [ mehr ]

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Peter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
Die Coen-Brüder
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 11
EUR 24,90

Seit Anfang der 1990er Jahre gehören die Brüder Joel und Ethan Coen als Oscar-prämierte Filmregisseure, -produzenten und Drehbuchautoren zu den Größen Hollywoods. Trotz des großen kommerziellen Erfolgs stehen die Coens bis heute für den kreativen und unangepassten Hollywoodfilm jenseits geltender Genrekonventionen. Das Buch bietet einen Gesamtüberblick über ihr Oeuvre und versammelt Texte zu ihren wichtigsten Filmen. [ mehr ]

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Michael HanekeGerhard Schneider, Peter Bär (Hg.)
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Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 12
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Der preisgekrönte österreichische Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke (geb. 1942) erlangte durch seine anspruchsvollen, sozialkritischen Filme weltweit Anerkennung. Seine Geschichten sind aus der Realität unserer Gesellschaft resultierende Alpträume, die einen Einblick in unsere soziokulturelle Conditio humana mit ihren apokalyptischen Gewalt- und Zerstörungsfantasien erlauben. [ mehr ]

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Martin Scorsese   Peter Bär, Gerhard Schneider (Hg.)
Martin Scorsese
Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 13
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Martin Scorsese (geb. 1942) ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Regisseure und Vertreter des New Hollywood. In der Tradition des europäischen Autorenfilms der 1960er und 70er Jahre thematisiert Scorsese individuelle, soziale und soziokulturelle Konfliktsituationen sowie die Bedeutung von Gruppenzugehörigkeiten, Gewalt und den Verlust basaler Sicherheiten. [ mehr ]

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Akira KurosawaGerhard Schneider, Peter Bär, Andreas Hamburger, Karin Nitzschmann, Timo Storck (Hg.)
Akira Kurosawa
Die Konfrontation des Eigenen mit dem Fremden. Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie Band 14
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Der oscarprämierte Akira Kurosawa (1910–1998) gehört zu den weltweit einflussreichsten und wichtigsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts. Seine Erfolge und seine Wirkung auf westliche Filmemacher brachten ihm den Ruf des »westlichsten« Regisseurs Japans ein. Dabei wurde übersehen, wie sehr sich Kurosawa mit seinem Land und dessen Kultur beschäftigt hat. Das Werk und die humanistische Haltung des Regisseurs nutzen die AutorInnen im vorliegenden Band für den aktuellen Diskurs über die Conditio humana. [ mehr ]

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Täuschung und Wahrheit, Wirklichkeit und Fiktion, biologisches Geschlecht und Gender – das sind die zentralen Fragen der Conditio humana, die François Ozon in seinen Filmen aus verschiedenen Perspektiven thematisiert. Ozon gehört zu den interessantesten und produktivsten Regisseuren der Gegenwart. Kaum ein anderer versteht es, die verschiedensten Charaktere, Plots und Themen so brillant auf die Leinwand zu bringen. Für sein Drama Jung & Schön (2013) und den Erotikthriller Der andere Liebhaber (2017) wurde er bei den Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme nominiert. [ mehr ]

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FilmpsychoanalyseAndreas Hamburger
Filmpsychoanalyse
Das Unbewusste im Kino - das Kino im Unbewussten
EUR 39,90

Was erleben wir, wenn wir einen Film anschauen? Wieso und auf welche Art und Weise identifizieren wir uns mit den ProtagonistInnen? Und wie steuern Filme unsere Affekte? Andreas Hamburger untersucht aus psychoanalytischer Sicht die subjektive Filmerfahrung. Anhand zahlreicher Beispiele entwickelt er ein methodisches Vorgehen für eine psychoanalytische Filminterpretation, diskutiert Einzelaspekte des Mediums – wie Schnitt, Raum- und Zeitgestaltung etc. – und stellt Ansätze der Filmpsychoanalyse und Kinotheorie in eine systematische Perspektive. [ mehr ]

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Andreas Hamburger (Hg.)
Frauen- und Männerbilder im Kino
Genderkonstruktionen in La Belle et la Bête von Jean Cocteau
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Der vorliegende Band widmet sich dem Filmklassiker unter der Fragestellung der Gender- und insbesondere der Männlichkeitskonstruktion im Film. Die interdisziplinären Beiträge aus Psychoanalyse, Literatur- und Filmwissenschaft zeigen, wie in La Belle et la Bête unterschwellige Themen von der sexuellen Entwicklung bis zur Krise der Männlichkeit verhandelt werden. [ mehr ]

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Anhand der psychoanalytischen Betrachtung von Kinofilmen werden grundlegende kulturelle Veränderungen und ihr Einfluss auf die Psyche und Identität des Individuums diskutiert. [ mehr ]

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