Rezension von: Ulfried Geuter Titel: Im Schatten des Ruhms
Erschienen in: Südwestrundfunk Aktuelle Kultur
Zusammenfassung
Die Tochter erlebte den allseits verehrten psychoanalytischen Theoretiker als Märchenfigur, die seine Bewunderer aus ihm machten, und als Vater, der nicht wusste, wie man den Tisch deckt und in dessen Familie niemand über seine Nöte sprechen konnte. Sie musste lernen zu unterscheiden, was Märchen und was Wirklichkeit ist. Die tragische Wirklichkeit hieß, dass (...) ein viertes Kind geboren wurde. Es war mongoloid. Gleich nach der Geburt beriet sich Erikson mit zwei Kollegen, (...) und entschied, das Kind sofort wegzugeben. Mutter und Geschwister bekamen es nie mehr zu sehen. Ruhm heilt nicht frühe Verletzungen, er erleichtert allenfalls das Leben. Das ist der Unterschied zum Märchen, so lautet Blolands Botschaft. Der Ruhm lastete auf ihrer Familie als Druck, immer mehr sein zu müssen als das, was man dem Erleben nach war. Bloland schreibt, sie sei nicht frei davon. Aber ihr Buch heischt nicht nach Bewunderung. Das macht es wohltuend zu lesen
Vollständige Rezension
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